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08.09.2026

Gold: Die stille Machtverschiebung

Liebe Leserinnen und Leser,

zur Erinnerung: Viele meiner langjährigen Kunden können sich noch an meine Newsletter aus dem Jahre 2016 erinnern, in denen ich bereits darauf hingewiesen habe, dass Gold bis 2025 einen Wert von 150.000 Euro erreichen werde.

Damals haben diese Einschätzungen sicherlich nicht alle ernst genommen. Heute wissen wir, wie sich der Goldpreis tatsächlich entwickelt hat. Genau deshalb möchte ich Sie auf das aufmerksam machen, was sich derzeit am Goldmarkt abzeichnet.

Seit mehr als zwei Jahren verändert sich der internationale Goldmarkt grundlegend. Immer größere Mengen des weltweit produzierten Goldes verbleiben dort, wo sie gefördert oder erworben werden, und gelangen nicht mehr in dem bisherigen Umfang in den internationalen Handelskreislauf.

Aus zuverlässigen und vertraulichen Kreisen aus Zürich ist seit einem Monat zu hören, dass diese Entwicklung den internationalen Goldhandel in den kommenden Jahren erheblich verändern wird.

Bislang wurden rund zwei Drittel des weltweit produzierten Goldes in der Schweiz raffiniert. Die Schweiz war damit über Jahrzehnte einer der zentralen Knotenpunkte des internationalen Goldhandels. Das dort raffinierte Gold wurde anschließend in erheblichem Umfang wieder in den internationalen und insbesondere auch europäischen Handelskreislauf eingespeist.

Genau diese Funktion verändert sich derzeit.

Länder wie China, Russland und die Türkei, aber auch weitere Staaten, bauen ihre eigenen Verarbeitungs- und Raffineriekapazitäten aus. Sie sind dadurch zunehmend in der Lage, das eigene Gold im jeweiligen Land zu verarbeiten und größere Mengen auch dort zu halten. Gold, das früher seinen Weg über die Schweiz in den internationalen Handelskreislauf genommen hat, verbleibt dadurch zunehmend in den jeweiligen Wirtschaftsräumen.

Hinzu kommt eine weitere Entwicklung, die aus meinen vertraulichen Gesprächen aus Zürich besonders deutlich wird: Ein zunehmender Teil des verfügbaren physischen Goldes wird direkt nach Asien gelenkt. Insbesondere asiatische Abnehmer sind offenbar bereit, für verfügbare Mengen höhere Preise zu bezahlen, um sich diese Mengen langfristig zu sichern. Auch für die Schweizer Raffinerien und den internationalen Goldhandel entsteht damit ein klarer wirtschaftlicher Anreiz, verfügbare Mengen dorthin zu verkaufen, wo die höchsten Preise erzielt werden.

Das ist keine kurzfristige Marktbewegung. Es ist eine Veränderung der internationalen Goldströme – und genau diese stille Machtverschiebung könnte in den kommenden Jahren für den europäischen Goldmarkt von erheblicher Bedeutung werden. Denn wenn auf ein zunehmend begrenztes physisches Angebot eine weiter steigende Nachfrage trifft, kann dies nur eine Richtung haben: Der Preis für verfügbares physisches Gold wird weiter steigen.

Und was ist mit der EU?

Eine wirtschaftlich zunehmend geschwächte Region mit einer Währung, deren Kaufkraft weiter unter Druck geraten wird. Auch das wird seinen Einfluss auf den Goldpreis in Euro haben.

Für Anleger ergibt sich daraus die Notwendigkeit, die eigene Vermögensstruktur kritisch zu überprüfen.

Das Vertrauen in unser Geld nimmt von allen Seiten ab. Gold und Silber bleiben damit die wahren Währungshüter unserer Zeit – ein greifbarer Wert, weltweit.

Warten Sie nicht darauf, dass der Markt Ihnen bestätigt, was heute bereits absehbar ist.

Servet Yasar

-Golden Rock Capital-

Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Edelmetallen oder Wertpapieren dar. Sie dienen ausschließlich der persönlichen Information. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von Golden Rock Capital GmbH richten sich ausschließlich an natürliche Personen.